• Rufname: Florian Zedtwitz 41/1
  • Besatzung: 1/8
  • Fahrgestell: MAN TGM 13.290
  • Motorleistung: 290 PS
  • Gewicht: 15 t
  • Aufbau: Rosenbauer
  • Baujahr: 2021

Am 30. Oktober 2021 wurde das Löschgruppenfahrzeug 20 KatS (kurz: LF 20 KatS) offiziell für den Einsatz eingeweiht und in Dienst gestellt.

Das LF 20 KatS der Feuerwehr Zedtwitz baut auf einem 13 Tonnen Fahrgestell von MAN mit 290 PS auf. Der Aufbau wurde durch die Firma Rosenbauer in Luckenwalde umgesetzt. Die Beladung erfolgte durch die Firma Ludwig Feuerschutz aus Bindlach.
Durch die Festlegung auf den Fahrzeugtyp LF 20 KatS wurde durch den Freistaat Bayern eine gewisse Mindestausrüstung vorgegeben. KatS steht für Katastrophenschutz. Im Freistaat Bayern gibt es einige Normfahrzeuge. Hierzu zählen, neben dem LF 20 KatS, beispielsweise auch ein HLF 20, MTW oder ein TSA. Die bereits vorhandenen Fahrzeugtypen in den umliegenden Feuerwehren führten dann zur Festlegung auf den Typ LF 20 KatS. So sind beispielsweise bei den Feuerwehren Feilitzsch, Töpen und Trogen jeweils ein HLF 20 stationiert, weshalb schnell die Potenziale eines LF 20 KatS für den Bereich rund um Zedtwitz erkannt wurden.

Fahrzeuge der Feuerwehren Münchenreuth, Feilitzsch und Zedtwitz (hierauf noch unser altes LF 8/6 zu sehen, 2.v.l., und unser alter MZF, 1.v.l.)

Im Mannschaftsraum befinden sich 4 Atemschutzgeräte. Dies ermöglicht das Ausrüsten von zwei Trupps bereits während der Anfahrt. Im Vergleich zum alten Auto, in dem sich nur ein Trupp während der Fahrt ausrüsten konnte, wird dadurch auch die Sicherheit des zweiten Trupps erhöht, da dieser sich im Auto ausrüsten kann und nicht draußen an der Einsatzstelle. Im Zuge der Anschaffung des Autos wurden für die Atemschutzgeräteträger sogenannte Bewegungsmelder beschafft. Sollten die Atemschutzgeräteträger im Einsatzfall verunglücken und sich nicht mehr bewegen können, lösen diese Totwarnmelder aus und führen den Rettungstrupp durch extrem laute Töne zum verunfallten Trupp. Des Weiteren sind im Innenraum unter anderem noch Leinenbeutel, Lampen, die Atemschutzüberwachung, Brandfluchthauben, zwei Ersatzflaschen, Warnwesten, Brandfluchthauben, Anhaltestab sowie Funkgeräte verlastet.
Für die Erste-Hilfe ist ein Notfallrucksack und Einweghandschuhe vorhanden.

Mannschaftsraum

Im Geräteraum 1 befindet sich weiterhin eine Schleifkorbtrage, die speziell für die Rettung von Personen aus schwierigem Gelände geeignet ist. Neben zwei weiteren Pressluftflaschen befinden sich noch Ölbindemittel, sechs Saugschläuche, Rettungstücher, Krankenhausdecken und Kehrwerkzeug im Geräteraum. Letzteres wird bei Kaminbränden eingesetzt. In der Kiste „Verkehrsunfall“ sind Geräte für die einfache, erste technische Hilfe bei Verkehrsunfällen wie etwa ein Glasschneider. Schäkel, Rundschlinge und der Handwerkzeugkoffer können hierbei unterstützen. Die erst 2019 angeschaffte Tragkraftspritze wurde vom alten Auto übernommen.

Geräteraum 1

Im Geräteraum 3 (wie der Geräteraum 1 auf der linken Seite des Autos) befinden sich neben diversen Schläuchen und Armaturen eine Tauchpumpe, ein Standrohr sowie ein Schnellangriff für Strom und Druckluft. Auf der Rückseite der ausziehbaren Wand befinden sich Hohlstrahlrohre. Bewusst wurde sich allerdings auch für ein klassisches CM-Strahlrohr und BM-Strahlrohr als Teil der Beladung entschieden. Diese sind weniger anfällig gegen Dreck als die Hohlstrahlrohre.

Geräteraum 3

Im anschließenden Geräteraum 5 sind zwei B-Schlauch-Tragekörbe verlastet. Diese B-Schlauch-Tragekörbe sind beispielsweise Normbeladung und somit Pflichtbestandteil der Beladung. Trotz anfänglicher Bedenken hinsichtlich des Nutzens und der Handhabung wurden diese durch die Kameraden in den ersten Übungen als sehr wirkungsvoll bewertet. Auch die beiden C-Schlauch-Tragekörbe mit einem angehängten Rauchvorhang erleichtern den Kameraden das Schlauchmanagement und den Atemschutzeinsatz. Durch den Rauchvorhang kann unter anderem die Verrauchung eines Treppenhauses verhindert werden, wenn der Atemschutztrupp die Brandwohnung in einem Mehrfamilienhaus betritt. Neu für die Feuerwehr Zedtwitz ist ebenso die Atemschutznotfalltasche. In der Atemschutznotfalltasche wird eine zusätzliche Pressluftflasche mit 300 bar mitgeführt. Dadurch kann im Notfall ein Atemschutztrupp durch den Sicherungstrupp mit Atemluft versorgt werden. Weiterhin sind in diesem Geräteraum die neuen Schlauchpakete in C und D verlastet.

Geräteraum 5

Im Heck des Fahrzeuges befindet sich die Bedienung für Pumpe und Lichtmast. Das Fahrzeug ist mit einem 1600 Liter Wassertank und einem Tank mit 125 Litern zumischbaren Schaummittel ausgestattet. Über der Pumpe befinden sich insgesamt 300 Meter während der Fahrt verlegbare B-Schläuche. Dadurch kann sehr schnell mit geringem Personalaufwand eine Wasserversorgung aufgebaut werden, beispielsweise von einem offenen Gewässer.

Heck des LF 20 KatS

Im Geräteraum 6 befindet sich der Schnellangriff, das Hygieneboard, diverse Kleinlöschgeräte, zusätzliches Schaummittel F500 und ein weiterer Schnellangriffsverteiler.

Geräteraum 6

Im Geräteraum 4 ist der Schaummitteltank, Wathose, Schachtabdeckung, weitere B-Schläuche und ein Hochleistungslüfter verlastet.

Geräteraum 4

Im Geräteraum 2 ist das Notstromaggregat, Äxte, das Halligan-Tool, Absperrstangen, Blitzleuchten, Verkehrsleitkegel, Leitungsroller, eine mobile Staustelle, Kettensäge + Ausrüstung und zwei mobile Lichtmasten untergebracht.

Geräteraum 2

Neben den mobilen Lichtmasten steht den Kameraden noch ein festverbauter Lichtmast am Fahrzeug zur Verfügung.

Auf dem Dach ist u.a. die vierteilige Steckleiter, der Absturzsicherungssatz, Schlauchbrücken, Besen, Schaufeln, Einreißhaken, Sandbleche, Wasserwerfer und der 5000 Liter fassende Waldbrandbehälter.

Dach

Hier finden Sie den Bericht über die offizielle Fahrzeugeinweihung:
https://www.feuerwehr-zedtwitz.de/offizielle-fahrzeugeinweihung-des-neuen-lf-20-kats/